CED im Alltag

Ernährung während eines akuten Schubs

Viele CED-Patienten haben während eines akuten Schubs Angst, etwas Falsches zu essen und nehmen dann schnell an Gewicht ab. Gerade aber während eines akuten Schubs ist es wichtig, darauf zu achten, dass neben Kohlenhydraten ausreichend Eiweiß, Mineralstoffe und Vitamine aufgenommen werden. 

 
TIPPS für Ihre Ernährung während eines akuten Schubs
  • Achten Sie darauf, dass Sie reichlich trinken.
  • Essen Sie lieber häufiger kleine Mengen als selten größere Portionen.
  • Nehmen Sie eher Weißmehlprodukte zu sich. Getreideprodukte sollten einen niedrigen Kleieanteil haben, wie zum Beispiel Weißbrot, helles Brot, Brötchen und Nudeln.
  • Als Kalziumlieferanten sind Milch und Milchprodukte hilfreich. Probieren Sie aus, ob Sie diese vertragen.
  • Gedünstetes Gemüse ist meist besser verträglich als Rohkost. Dünsten Sie daher frisches Gemüse vitaminschonend, bevor Sie es essen.
  • Gut verträglich sind u. a. Kartoffeln, Haferflocken, Gebäck aus hellem Mehl, geschälter Reis und Bananen.
 
Worauf sollten Sie achten?
  • Weniger verträglich sind Nahrungsmittel, die zu Blähungen führen können, z. B. Hülsenfrüchte, Zwiebeln, Knoblauch, Lauch und alle Kohlsorten.
  • Meiden Sie fette Lebensmittel und frittierte oder gebratene Mahlzeiten.
  • Verzichten Sie auf kohlensäurehaltige Getränke. Früchtetees sind besser verträglich als Fruchtsäfte.
  • Essen Sie vorwiegend qualitätsvolle, frische und möglichst vollwertige Lebensmittel.

Einkaufslisten

Während eines akuten Entzündungsschubes fällt das Einkaufen oftmals schwer. Viele Betroffene haben kaum Appetit und sind unsicher, was sie in einer akuten Phase überhaupt vertragen können. 

Erlaubt ist, was gut tut. Unser Tipp: ausprobieren!

Generell gibt es besser und schlechter verträgliche Nahrungsmittel. Im Einzelfall kann dies jedoch individuell verschieden sein. Lassen Sie sich von unserer Einkaufsliste anregen, die wir mit Lebensmitteln bestückt haben, die in der Regel gut verträglich sind, und vielen CED Betroffenen auch während eines Schubs bekommen.

Tipps für ein gutes Management Ihrer Erkrankung

  1. Erarbeiten Sie mit Ihrem Arzt einen Langzeittherapieplan, der dazu beiträgt, akute Entzündungen möglichst zu minimieren.
  2. Achten Sie auf eine gute Ernährung – setzen Sie mehr Obst und Gemüse auf Ihren Speiseplan.
  3. Nehmen Sie sich viel Zeit für Schlaf und Erholung.
  4. Reduzieren Sie Stress und erhöhen Sie Ihre sportlichen Aktivitäten.
  5. Schmerzmittel wie zum Beispiel Ibuprofen, Acetylsalicylsäure (z. B. Aspirin®) oder Diclofenac (wie z. B. Voltaren®) können einen akuten Schub auslösen. Bitte besprechen Sie mit Ihrem Arzt, welche Schmerzmittel für Sie geeignet sind.
  6. Lassen Sie regelmäßig die von Ihrem Arzt empfohlene Darmspiegelung durchführen.
  7. Nehmen Sie Ihre Medikation in der empfohlenen Dosierung so lange ein wie mit Ihrem Arzt besprochen.
  8. Informieren Sie Ihren Arzt, wenn Sie einen Krankheitsschub haben.
  9. Vermeiden Sie Nikotinkonsum

FAQs – häufige Fragen

  1. Werden chronisch entzündliche Darmerkrankungen von Stress verursacht?
    Nein. Stress ist nicht die Ursache der Erkrankung. Stress hat allerdings einen erheblichen Einfluss auf die Auslösung eines erneuten akuten Entzündungsschubes.
  2. Darf ich Alkohol trinken?
    Alkohol hat keinen Einfluss auf die CED.
  3. Welchen Einfluss hat Sport auf meine Gesundheit und mein Wohlbefinden?
    Häufig wird die Frage gestellt, welchen Einfluss Bewegung und Sport auf die chronisch entzündlichen Darmerkrankungen haben. Im akuten schweren Krankheitsschub bedürfen Patienten in erster Linie der Schonung. Sobald es Ihnen aber wieder besser geht, ist alles erlaubt, was Spaß macht und Ihnen gut tut. Bemühen Sie sich darum, körperlich aktiv zu sein und Sport zu treiben.
  4. Welchen Einfluss hat die CED auf meine Familienplanung?
    Die Fertilität (Fruchtbarkeit) von Patienten in der Remission ist im Vergleich zur Normalbevölkerung in der Regel nicht beeinträchtigt. Allerdings kann die aktive Erkrankung zu verminderter Fruchtbarkeit führen. Besprechen Sie die Familienplanung mit Ihrem behandelnden Arzt.
  5. Wird sich meine CED im Laufe der Jahre verschlimmern?
    Jede Erkrankung hat einen individuellen Verlauf. Meist ist es so, dass die Patienten die ersten Jahre als die schlimmste Zeit erleben. Mit zunehmendem Wissen über die Krankheit und mit zunehmender Akzeptanz lernen viele Patienten recht gut auch mit akuten Schüben umzugehen, was die Lebensqualität deutlich steigert.

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