Lebensgewohnheiten – Gesunder Lebensstil

Sport? Kein Problem.

Häufig wird die Frage gestellt, welchen Einfluss Bewegung und Sport auf die chronisch entzündlichen Darmerkrankungen haben. Im akuten schweren Krankheitsschub bedürfen Patienten in erster Linie der Schonung. Sobald es Ihnen aber wieder besser geht, ist alles erlaubt, was Spaß macht und Ihnen gut tut.

Rauchen und CED

Rauchen schadet der Gesundheit. Besonders aber schadet das Rauchen Menschen, die an Morbus Crohn erkrankt sind. Tabakrauchen erhöht bei Morbus-Crohn-Patienten massiv das Risiko, einen akuten Schub zu erleiden. Raucher haben darüber hinaus ein zweimal so hohes Risiko, an Morbus Crohn zu erkranken, wie Nichtraucher.

Haben Sie Unterstützung nötig?

Seit mehr als 10 Jahren bietet das Deutsche Krebsforschungszentrum eine telefonische Hotline für Menschen an, die sich das Rauchen abgewöhnen wollen. Beim so genannten „Rauchertelefon“ werden Anrufer bei der konkreten Planung und Umsetzung unterstützt. Sie erhalten hier auf Wunsch auch Adressen von Therapeuten oder Kliniken, die Ihnen bei Ihrem Vorhaben helfen. Auch rückfallgefährdete und rückfällig gewordene Raucher können hier anrufen, wenn sie wieder rauchfrei werden möchten.

Das Rauchertelefon

Das Rauchertelefon ist zu erreichen: Montag bis Freitag 14 bis 17 Uhr 
Rauchertelefon: 06221 / 42 42 00

Ernährung und CED

Achten Sie darauf, was Sie vertragen, und vermeiden Sie Lebensmittel, die Ihnen nicht bekommen. Verlassen Sie sich auf Ihr „Bauchgefühl“. Oftmals sind leichtverdauliche Lebensmittel wie Nudeln, Reis, Brot, Kartoffeln, Möhren usw. gut verträglich. Gegebenenfalls kann es sinnvoll sein, zusätzlich Vitamine zu ergänzen. Holen Sie sich Rat bei Ihrem Arzt bezüglich der Vitamine.

So geht es Ihnen lange gut – Interview mit Dr. Peter Nagel

Hier gibt Dr. Peter Nagel, Gastroenterologe aus Rottenburg, Tipps, wie es Ihnen bald wieder besser gehen kann. 

Was kann der Patient tun, damit es ihm lange gut geht?
Dr. Peter Nagel: Studien zeigen, dass Patienten mit einer chronischen Darmerkrankung wie Morbus Crohn oder Colitis ulcerosa, die über ihre Erkrankung gut informiert sind, deutlich besser zurecht kommen und eine bessere Lebensqualität erreichen als Patienten, die sich nicht mit dem Thema beschäftigen. 

Nach der ersten Diagnose und der ersten Therapie klingen die Symptome meist schnell ab. Muss man dann wirklich noch weiterhin Medikamente nehmen oder belasten die nicht eher den Organismus?
Dr. Peter Nagel: Wir empfehlen Colitis ulcerosa-Patienten, täglich 5-ASA-Medikamente (Mesalazin) einzunehmen und raten ihnen dringend, das Granulat auch dann weiter zu nehmen, wenn die Symptome abgeklungen sind. Patienten, die therapietreu sind, haben nachweislich deutlich seltener Krankheitsschübe. 

Wie können Patienten zur Therapietreue motiviert werden?
Dr. Peter Nagel: Wichtig ist ein gutes Vertrauensverhältnis zwischen dem Patienten und dem Arzt. Wenn der Patient versteht, warum es so wichtig ist, dass er seine Medikamente einnehmen sollte, haben wir eine große Chance, dass er sich an den Therapieplan hält.

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